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Expertise „Erhebungsinstrumente sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Dunkelfeldstudien“

Kurzbeschreibung
Um verlässliche Aussagen zur Häufigkeit von (sexueller) Gewalt an Kindern und Jugendlichen in der Gesamtbevölkerung („Dunkelfeld“) machen zu können, sind differenzierte und standardisierte Erhebungen unerlässlich. Neben der Erhebung von Schweregrad, Häufigkeit und Kontext sind auch die Erhebung von Täterstrategien und demografischen Informationen über die Täter*innen und die Betroffenen wichtig, um ein detailliertes Verständnis des Ausmaßes (sexueller) Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Bezüglich des Kontexts von sexuellem Missbrauch und der Täterstrategien sollten digitale Medien mitgedacht (z.B. Tatanbahnungs- und Groomingprozesse) und Fälle von Missbrauchsdarstellungen erhoben werden. Sinnvoll erscheint es hierbei, auch andere Formen der Kindeswohlgefährdung zu erheben, um das Zusammenwirken verschiedener Gewaltformen gegen Kinder und Jugendliche besser zu verstehen. Hierzu ist es notwendig, die vorhandenen Messinstrumente zu prüfen, um festzustellen, ob eine differenzierte und valide Messung (sexueller) Gewalt möglich ist oder ob neue Messinstrumente entwickelt werden müssen. Die Expertise wird den aktuellen Sachstand zusammentragen und Empfehlungen aussprechen. Ein separates Kapitel der Expertise widmet sich der Betroffenensensibilität und Belastung durch Befragung. Stets steht bei Studien zu sexualisierter Gewalterfahrung und Kindesmisshandlung die Frage im Raum, ob die Befragten durch die Befragung zusätzlich belastet werden. Die bereits umfangreiche Evidenz deutet nicht auf eine Belastung der Kinder und Jugendlichen durch die untersuchten Instrumente hin, sondern benennt vielmehr Vorteile durch die Beteiligung an der Befragung. Kombiniert wird das Kapitel zur Belastung der Befragten mit einer Analyse der Betroffenensensibilität eingeschlossener Instrumente.

Projektverantwortliche(r):
Andreas Jud (Ulm), Franziska Meinck (University of Edinburgh, UK), Cedric Sachser (Ulm), Andreas Witt (Ulm), Jörg M. Fegert (Ulm)

Projektmitarbeitende:
Marion Jarczok (Ulm)

Projektlaufzeit:
7/2020-2/2021

Förderer:
Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs UBSKM