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Expertise „Verbesserung der Datenerhebung sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Hellfeld“

Kurzbeschreibung
Daten im Hellfeld bieten die Möglichkeit, zu analysieren, wie (sexuelle) Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe, der gesundheitlichen Versorgung, bei Polizei und Justiz erkannt und wie darauf reagiert wird. In Kombination mit Prävalenzzahlen aus dem Dunkelfeld bieten diese Daten wichtige Erkenntnisse zur etwaigen Unterversorgung bestimmter vulnerabler Gruppen, Unterschiede in der regionalen Versorgung, etc., welche anders möglicherweise nicht oder nur in geringem Ausmaß zu erreichen sind. Entscheidend ist, dass Organisationen aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen mit verschiedenen disziplinären Schwerpunkten zu Schutz und Hilfen für Betroffene beitragen. Erst eine Gesamtschau auf die unterschiedlichen Versorgungsbereiche ergibt eine vollständige Perspektive auf Lücken und Verbesserungspotenziale. In der Expertise wird die Datenerfassung aus den unterschiedlichen Versorgungs- und Meldesystemen analysiert. Nationale Datensätze aus Kinder- und Jugendhilfe, der Familiengerichte, der gesundheitlichen Versorgung, bei Opferschutzmaßnahmen und im Rahmen der Strafverfolgung von Polizei und Justiz werden mit Erkenntnissen zu regionaler Datenerfassung ergänzt. Für eine vertiefte Auswertung werden Expert*innen für die jeweiligen Datensätze befragt, wie etwa die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) im Forschungsverbund TU Dortmund und DJI zu den Gefährdungsabklärungen nach § 8a SGB VIII. Es wird anschließend verglichen, welche Variablen erfasst werden, mit welchen Methoden diese Erhebungen durchgeführt, und auf welchen Definitionen von sexueller Gewalt Entscheidungen getroffen werden. In der Expertise werden zudem internationale Erkenntnisse aus multi-sektoralen Studien und ihre Erkenntnisse für eine Optimierung nationaler Kinderschutzsysteme präsentiert. Basis für eine multi-sektorale Erfassung von Daten ist ein interdisziplinärer Konsensus-Prozess zu Definitionen.

Projektverantwortliche(r):
Andreas Jud (Ulm), Heinz Kindler (DJI, München)

Projektmitarbeitende:
Marion Jarczok (Ulm)

Projektlaufzeit:
7/2020-3/2021

Förderer:
Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs UBSKM